Die Ost-West-Rechtstagungen des Instituts für Ostrecht blicken auf eine lange Geschichte zurück. Bereits 1966, noch mitten im Kalten Krieg, veranstaltete das Institut für Ostrecht eine – für die damalige Zeit einmalige – Fachtagung für westliche und östliche Juristen gleichermaßen. Durch die geschickte Wahl praxisnaher, ideologieferner Tagungsthemen gelang es, für diese Tagungen auch Wissenschaftler aus Osteuropa als Teilnehmer zu gewinnen, bis dahin kaum vorstellbar gewesen war. Die Ost-West-Rechtstagungen wurden auch in der osteuropäischen Fachpresse als erste Begegnungen von westlichen und östlichen Juristen gewürdigt.

 

Das Institut für Ostrecht hat bislang zu den folgenden Themen Ost-West-Rechtstagungen veranstaltet:

- „Rechtsschutz und Urheberrecht in Ost und West“ (1966)

- „Rechtsfragen der Kooperation zwischen Unternehmen in Ost und West“ (1967)

- „Zeitgenössische Fragen des internationalen Zivilprozesses“ (1972)

- „Schadensersatz bei Straßenverkehrsunfällen“ (1975)

- „Schutz des Straßenverkehrs durch das Straf- und Ordnungs­widrigkeitenrecht“ (1985)

- „Schadensersatz in Ost-West-Außenwirtschaftsverhältnissen“ (1989)

- „Das Insolvenzrecht in der Bundesrepublik Deutschland und in Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa“ (1997)

- „Probleme des individuellen Arbeitsrechts in der Privatwirtschaft der Transformationsstaaten“ (2000)

- „Justizreform in Osteuropa“ (2003).

 

Die Referate der meisten Tagungen sind in Bänden der Studien des Instituts für Ostrecht dokumentiert.